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Warum wir Adaptogene Pflanzenstoffe so lieben

Von Wolfgang Dorfner


In der Community vor allem auf Facebook sprechen wir immer wieder von adaptogenen Wirkstoffen. Diese Beiträge lösen immer besonders viele Nachfragen aus - wohl auch weil adaptogene Wirkstoffe zwar seit Jahrtausenden in Ostasien und seit einigen Jahren auch in den USA weit verbreitet sind, aber in Deutschland noch immer weitgehend unbekannt sind.
In diesem Beitrag wollen wir daher auf die Traditionen und die Wissenschaft hinter adaptogenen Pflanzenstoffen eingehen und auf dem Weg auch zeigen, warum wir so angetan von ihnen sind.


Wofür steht der Begriff “Adaptogen”?


Adaptogene sind unterschiedlichste Pflanzenstoffe, die eine ausgleichende Wirkung auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse haben. Dabei handelt es sich um das empfindliche Gleichgewicht zwischen Gehirn und Hormonhaushalt.

Es sollen sowohl die physische als auch psychische Belastungs- und Stressresistenz des Körpers erhöht werden, wodurch Adaptogenen ein positiver Effekt auf stressinduzierte Krankheiten zugeschrieben wird.

Sing, Hoette und Miller [1] definieren ein Adaptogen wie folgt:


Adaptogene haben also keine
spezifische Wirkung, sondern wirken ganzheitlich balancierend auf den Körper. Sie machen den Organismus widerstandsfähiger gegenüber von außen einwirkenden oder selbst erzeugten Stressoren und stimulieren die überwiegend unspezifischen Abwehrmechanismen.



Woher kommen Adaptogene?


Adaptogene haben ihren Ursprung in der Ayurveda. Knapp zusammengefasst steht Ayurveda für eine über 5.000 Jahre alte Heilkunde aus Indien. Sowohl tibetische als auch traditionelle chinesische Medizin (TCM) haben ihren Ursprung in der Ayurveda und selbst die frühe griechische Medizin bediente sich vieler ursprünglich aus Indien stammender Texte. Ayurveda ist somit die mit großem Abstand älteste ganzheitliche Heilkunde der Erde.


Wie wirken Adaptogene?


Adaptogene wirken in jeder Hinsicht ausgleichend - sie beruhigen das organische System wenn es “heiss läuft” und beleben wenn es zu stark abflaut. Nutzer von Adaptogenen berichten daher gleichermaßen von einem Mehr an Energie und Motivation wie auch von mehr Ruhe, Gelassenheit und innerer Ausgeglichenheit.

Diese Wirkung kommt nicht zuletzt durch die besagten regulierenden Effekte auf das Hormonsystem. Vereinfacht ausgedrückt setzt der Hypothalamus in stressreichen Situationen das Hormon Corticoliberin (CRH) frei. Corticoliberin ist eine Art Feueralarm für den Körper. Corticoliberin wirkt direkt auf die Hypophyse, wo es daraufhin zur Ausschüttung von Adrenocorticotropin (ACTH) kommt - ein weiteres Stresshormon - das dann im weiteren Verlauf zur Freisetzung von Cortisol führt, dem wohl bekanntesten Stresshormon. Dieser Verlauf ist gemeinhin als die eingangs erwähnte Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse bekannt.


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Adaptogenes Protein

Adaptogene wirken ausgleichend auf die Freisetzung von CRH - das heißt, sie unterbinden diese nicht per se, erkennen aber, wenn die Werte zu hoch sind und helfen dem Körper zu seiner Balance zurückzufinden. Das Gleiche gilt umgekehrt bei zu niedrigen Werten, die sich im Alltag als Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit äußern.


Ist das wissenschaftlich haltbar?

Viele Adaptogene gehören zu jenen Stoffen die erstaunlich gut wissenschaftlich untersucht sind, da sie seit über 70 Jahren auch Gegenstand europäischer, amerikanischer und russischer Studien und Forschung sind [siehe u.a. 2, 3, 4]. Ein generelles Problem der Forschung ist - auch das sei gesagt - aber, dass der Begriff “Adaptogen” sehr breit gefasst ist und eine Vielzahl an Pflanzen darunter fallen, die jeweils ganz unterschiedliche Potenz und Wirkmechanismen im menschlichen Körper aufweisen. Ein pauschales Urteil zu Adaptogenen ist also nicht möglich, sehr wohl aber die differenzierte Betrachtung einzelner Pflanzen.


Warum ist das so wichtig?

Die Prävention oder Behandlung stressinduzierter Krankheiten sind das große Ziel von Adaptogenen. Chronischer Stress steht im Verdacht mit einer Vielzahl an Folgeerkrankungen in Verbindung zu stehen: Atemwegs- und kardiovaskuläre Erkrankungen stehen dabei seit vielen Jahrzehnten im Zentrum der Forschung, aber auch eine geschädigte Verdauung, Reproduktionsorgane und das Immunsystem als Ganzes - mit all seinen Konsequenzen - werden mit chronischem Stress in Zusammenhang gebracht.



Referenzen:


[1] Singh, N., Hoette, Y. and Miller, R.
Tulsi - The Mother Medicine of Nature
2nd edition, 2010, Lucknow: International Institute of Herbal Medicine

[2] Wikman, A., Panossian, G.
Effects of Adaptogens on the Central Nervous System and the Molecular Mechanisms Associated with Their Stress—Protective Activity

[3] Panossian A.
Adaptogens, Tonic Herbs for Fatigue and Stress.
Alternative & Complementary Therapies 2003, 9(6):327-31.

[4] N.V. Lazarev, E.I. Ljublina, M.A. Rozin
State of nonspecific resistance
Patol. Fiziol. Experim. Terapia 1959;3:16–21

 

 

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