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Wie die Menschheit ihren Planeten zerstört

Von Elena Rosenthal

August 14, 2017


Regierungen, Medien und zahllose Umweltorganisationen ziehen die Aufmerksamkeit beständig auf den zerstörerischen Einfluss, den der Kohlendioxidausstoß auf unsere Umwelt hat. Aber wie oft hört man davon, dass die Viehzucht die treibende Kraft hinter all der Zerstörung ist?

Die Umweltvernichtung als direkte Konsequenz von globaler, industrieller und massenhafter Viehzucht ist dramatisch - doch sie scheint konsequent unter den Teppich gekehrt zu werden. Umweltverbände ignorieren das Thema gerne und oft, weil es einen solch wesentlichen Teil unseres täglichen Selbstverständnisses und der Art und Weise wie wir leben ausmacht, dass sie durch eine allzu harsche Kritik den Rückhalt ihrer Geldgeber verlieren würden. Denn Fleisch gehört ganz selbstverständlich zu nahezu allen Haushalten dies- und jenseits des Atlantik und ist mit 1,4 Trillionen US-Dollar eine der größten Industriezweige der Welt.

Die Erde ist unser Zuhause - doch wir sind im Begriff sie für immer zu zerstören. Und industrielle Tierhaltung ist der wesentliche Hauptgrund für diese Zerstörung. Es gibt keinen auch nur annähernd so großen Einflussfaktor auf die Überfischung der Meere, die Ausrottung zahlloser Tier- und Pflanzenarten, dem Veröden von Böden, der Vernichtung von Urwald, dem Verlust von Trinkwasser - und dem absurden Ausstoß von Methan und Kohlendioxid.

 

Viehfutter über alles

Der Viehbestand anno 2017 beansprucht insgesamt 45% der gesamten Landfläche der Erde. Wie in vorangegangenen Beiträgen bereits erwähnt werden 70% der in diesem Jahr abgeholzten Fläche des Amazonas als Weideland für Rinder verwendet (auch damit später mit “Whey Protein aus Weidehaltung” geworben werden kann), nahezu der komplette Rest (über 29%) wird als Anbaufläche für Viehfutter verwendet - denn Tiere müssen essen, und zwar richtig viel: Ganze 8,3 Milliarden Menschen könnte man mit der Saat ernähren, die Tag für Tag nur an Rinder verfüttert wird.

Und es wird immer extremer: Durch die rasant wachsende Weltbevölkerung und über die Kulturkreise hinweg immer mehr tierische Ernährung aus Fleisch und Milchprodukten werden Landwirte bis 2050 ganze 50% mehr produzieren müssen. Ein Großteil davon Fleisch und Milch.
Schätzungen zufolge wird der letzte Baum im letzten Regenwald der Erde bei anhaltender Geschwindigkeit der Abholzung in weniger als 30 Jahren gefällt werden. Wahrscheinlicher ist, dass das Tempo der Abholzung auch wegen des Bevölkerungswachstums weiter an Fahrt gewinnen wird.


Auch die Meere sterben

Dazu kommt, dass Viehhaltung pro Jahr 280 Trillionen Liter Wasser verbraucht. Um das ins Verhältnis zu setzen: Für die Produktion eines Hamburger Patties aus Rindfleisch werden knapp 2.500 Liter Trinkwasser benötigt. Für ein volles Pfund Rindfleisch sind es schon über 6.800 Liter.

Und wenn wir schon beim Thema Wasser sind: 53% aller Fischgründe in den Ozeanen waren 2010 derart überfischt, dass darin kaum noch Fische vorgefunden wurden: das Meer an der Stelle war am absterben. Weniger als 1% waren stabil. Auch dieses Problem hat viele Ursachen. Eine davon aber ist die krankhafte Verschwendung und industrielle Handhabung. Über 200 Millionen Pfund (!) Fisch werden jeden Tag (!) entsorgt nur weil die betroffene Sorte Fisch im betroffenen Fischerboot nicht gewollt ist. Auf Neudeutsch heißt das dann “Non-Target Fish”.

Unterdessen werden die Fäkalien aus der Rinderhaltung auf die Natur losgelassen: ganze 500 Millionen Tonnen Rinder-Exkremente waren das 2013 allein in den USA, die über 56.000 Kilometer an Flüssen und Bächen verunreinigt haben.

 

Zusammenfassung

Schon 2003 kam die Weltgesundheitsorganisation in einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie zu dem Ergebnis: "Das langfristige Überleben der Menschheit und ihrer Ressourcen ist bedroht durch das ungebremste Bevölkerungswachstum. Unsere momentane Ernährung ist auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten."

 

Und all das wofür? Mit Ausnahme von dem einzigen Mikronährstoff Vitamin B12 werden alle Nährstoffe die der Mensch von Natur aus braucht weitaus besser durch eine pflanzliche Ernährung gedeckt als durch eine tierische. Und dabei müssten wir noch nicht einmal auf eine vollkommen vegane Ernährung umschwenken um die aktuelle Entwicklung zu bremsen.

Während der durchschnittliche Deutsche 34% seiner Kalorien durch Fleisch und Milchprodukte gewinnt, sind es bei unserem nächsten biologischen Verwandten, dem Schimpansen, weniger als 2 Prozent (in dem Fall vor allem Insekten). Wenn jeder Erdenbürger seinen Konsum von Rinderprodukten nur halbieren würde, wäre schon viel gewonnen - für die eigene Gesundheit und für die der Erde. Denn am Ende obliegt es jedem einzelnen von uns: Ohne die Nachfrage nach tierischen Produkten gibt es diese Probleme nicht.

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