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Grapefruitkerne - Wirkungslos oder anti-virales Superfood?

Von Wolfgang Dorfner

Januar 01, 2018


Oft scheint es fast so, als ob verschiedene Superfoods kommen und gehen wie Modetrends. In vielen Fällen wird der Zuwachs an Beliebtheit aber befeuert durch neue Studien, die oftmals alten, traditionellen und doch vergessenen Heilmitteln neue und für unseren Organismus nützliche Wirkmechanismen attestieren.

Ein Superfood, von dem wir in Zeiten von rasant zunehmenden Antibiotikaresistenzen sicher noch sehr viel hören werden ist der Extrakt aus Grapefruitkernen. Warum Grapefruitkerne ein so spannendes Superfood sind, darauf wollen wir in diesem Beitrag wissenschaftlich fundiert genauer eingehen.

Wie begann der Hype um Grapefruitkerne?

Wie so oft spielte der Zufall die wohl entscheidende Rolle bei der Entdeckung von Grapefruitkernen als Superfood. Der amerikanische Biologe Dr. Jacob Harich bemerkte, dass die Grapefruitkerne auf seinem Komposthaufen über Jahre hinweg kaum verrotteten. Sie schienen geradezu resistent gegen die Fäule durch Bakterien und Schimmelpilzen. Seine darauffolgenden Forschungen zeigten schließlich, dass Grapefruitkerne über einen sehr ausgeprägten Schutzmechanismus verfügen, der sie vor der Zersetzung bewahrt. Diesen Mechanismus hat der Grapefruitkern einer ganz speziellen Mischung verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe zu verdanken.


Was steckt in Grapefruitkernen?

Die Hauptbestandteile des Grapefruitkernextrakt, die für dessen anti-virale, anti-bakterielle und anti-fungale Wirkung verantwortlich gemacht werden, sind verschiedene biochemische Komponenten, allen voran Limonoid und Naringenin.

Diese beiden potenten Polyphenole aus den Grapefruitkernen töten nicht nur gefährliche Mikroben ab, sondern schützen das Körpergewebe auch vor exzessiver Synthese von Reaktiver Sauerstoffspezies (kurz ROS oder auch Sauerstoffradikale), welche entstehen, wenn besagte Mikroben das Gewebe befallen.


Warum Grapefruitkerne?

Diese Wirkung kann sich der Mensch auf vielfache Weise zu Nutze machen. Im folgendem listen wir daher nur einige ausgewählte der vielen möglichen Anwendungsgebiete und Indikationen für Grapefruitkerne bzw. Grapefruitkernextrakt auf.

Grapefruitkerne gegen Candida?

Eine der Fragen die wir nahezu täglich in der Community gestellt bekommen dreht sich um die Behandlung von Candida. Und Candida ist sicher einer Hauptanwendungsgebiete von Grapefruitkernen und auch der Wirkbereich, der bereits am besten beim Menschen untersucht wurde. Candidiasis - oder umgangssprachlich einfach nur Candida - ist eine Pilzinfektion, die Männer und Frauen jeden Alters in verschiedensten Teilen des Organismus betreffen kann. Besonders häufig sind ein Befall im Mundbereich, im Magen-Darm-Trakt sowie in der Vagina.

Die antifungale Wirkung von Grapefruitkernen bekämpft Candida, indem es die Hefezellen abtötet, die den Körper in Beschlag genommen haben und die die Lebensgrundlage des Candida sind. Besonders Candida Albicans führt unbehandelt zu Symptomen wie Heißhungerattacken, starken Verdauungsproblemen, hartknäckigen Scheidenpilzinfektionen oder chronischer Müdigkeit.

Grapefruitkernen statt Antibiotika?

Im Gegensatz zu Antibiotika wirkt Grapefruitkernextrakt nicht nur anti-bakteriell, sondern auch anti-viral. Eine 2005 veröffentliche Studie des Journal of Alternative and Complementary Medicine konnte nachweisen, dass Grapefruitkerne effektiv bei der Behandlung von Harnwegsinfektionen waren, bei denen Antibiotika wegen entstandener Resistenzen nicht mehr wirkungsvoll war. In der Studie wurde den Patienten über zwei Wochen konzentrierter Grapefruitkernextrakt verabreicht, jeweils eine Dosierung alle acht Stunden.

Innerhalb dieser zwei Wochen wurde mit einer einzigen Ausnahme bei ansonsten allen Patienten eine vollständige Remission erzielt. Die Forscher zogen den Schluss, dass hochwertiger Grapefruitkernextrakt eine vergleichbare Wirkung zu etablierten, rezeptpflichtigen antibakteriellen Mediakmenten hat, was ihn zu einer geeigneten Behandlungsmethode für Harnwegsinfektionen macht.

Das Fazit dieser und vergleichbarer Untersuchungen war daher auch, dass Grapefruitkernextrakt der Darmflora nicht schadet, ganz im Gegenteil. Grapefruitkernextrakt kann die Darmflora stärken, indem es pathogene Keime abtötet und so Raum für nützliche Darmflora schaffen kann. Dadurch wiederum können das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte des Organismus maßgeblich gestärkt werden.

Grapfruitkerne bei Pilzerkrankungen?

Makuladegeneration ist eine Pilzerkrankung die anfangs oft mit Tuberkulose verwechselt wird. Sie wird verursacht durch Histoplasma capsulatum oder auch H. capsulatum, ein Pilz, der oft in Vogelkot nachgewiesen wird. Die meisten Menschen die von dem Pilz befallen sind entwickeln dabei keinerlei Symptome und wissen daher oftmals gar nichts von ihrer Infektion. Andere Menschen hingegen entwickeln zunächst grippeähnliche Symptome.

Für Menschen mit einem schwachen Immunsystem, mit Autoimmunkerkrankingen oder auch Kinder und alte Menschen kann die Infektion gefährlich werden. Allein in den USA werden jedes Jahr etwa 500,000 Menschen vom H. capsulatum befallen.

Eine Behandlung ist dabei sehr einfach, womit wir wieder bei den einzigartigen anti-fungalen Fähigkeiten von Grapefruitkernen wären: mit einer Therapie von dreimal täglich 100mg Grapefruitkernextrakt kann der Befall in den meisten Fällen binnen weniger Tage behandelt werden.



Gibt es auch Risiken?

Grapefruitkernextrakt wird in den meisten Fällen - soweit beispielsweise keine Zitrusfrüchteallergie vorliegt - hervorragend vertragen. Ein Haken ist leider die Qualität der auf dem Markt erhältlichen Rohstoffe. Das zeigt sich an zweierlei Problemen: zum einen braucht der Mensch, bedingt durch die Größe seines Organismus, eine vergleichsweise große Menge der in Grapefruitkernen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe. Diese erreicht man entschieden leichter durch einen konzentrierten Extrakt. Viele am Markt erhältliche Produkte beinhalten dabei häufig wenig potente und somit unzureichend dosierte Mengen des Wirkstoffs, sodass die erhoffte Wirkung oftmals gänzlich ausbleibt.


Und doch ist keine Wirkung noch immer besser als eine negative Wirkung: Einem Bericht des American Botanical Council zufolge enthalten viele heute auf dem Markt erhältliche Grapefruitsamenextrakte synthetische Chemikalien, die auf den Labels nicht deklariert werden. Dazu zählen schädliche Stoffe wie Benzethonium Chloride and triclosan. Bei der Auswahl von Produkten mit Grapefruitkernextrakt sollte also jeder Interessent genauer hinschauen und auch die Firma dahinter unter die Lupe nehmen.

Referenzen:
[1]
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17867553
[2] www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16886437
[3] www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15865506
[4] www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15610620
[5] www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12165191
[6] www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12165190



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