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Warum wir Mariendistel und Artischocke kombinieren

Von Elena Fuchs


Schön anzusehen, nützlich und vielleicht sogar ein wenig einschüchternd? Distelpflanzen sind blühende Pflanzen, die typischerweise Blätter mit scharfen Stacheln um die Blüte haben. Im Laufe der Geschichte wurden sie bereits verstärkt in der traditionellen Gesundheitsfürsorge verwendet, da sie für ihr breites Spektrum an ernährungsphysiologischen Vorteilen bekannt waren. Hier zeigen wir euch warum Mariendistel und Artischocke gemeinsam die perfekte Kombination sind.

 

Wirkweisen der Mariendistel


Die Mariendistel kennen einige bestimmt bereits aus ihrem Garten, denn sie ist zwar wunderschön anzusehen, jedoch sehr stachelig und hat daher den ein oder anderen (Hobby-)Gärtner sicherlich bereits während der Gartenarbeit gepikst. Die Mariendistel ist eine blühende Pflanze, die aus der gleichen Pflanzenfamilie wie das Gänseblümchen stammt. Sie wächst in Mittelmeerländern und wird seit Jahrhunderten schon zur Herstellung von Naturheilmitteln verwendet die heute auch schulmedizinisch anerkannt sind. Am häufigsten findet sie Verwendung bei Leberproblemen, da ihre leberschützende Wirkung klinisch vielfach nachgewiesen werden konnte.

Die Wirkstoffe der Mariendistel sind eine Gruppe von Pflanzenstoffen die zusammen als Silymarin bekannt sind (1, 6). Mariendistel-Extrakt, hat einen hohen Anteil an Silymarin (zwischen 65-80%), das aus der Mariendistelpflanze konzentriert wird. Silymarin ist dafür bekannt, antioxidative, antivirale und entzündungshemmende Eigenschaften zu haben (2, 3, 4, 8). Außerdem kennt man Silymarin für seine fördernde Funktion der Leberzellen, die das Wachstum von gesundem Lebergewebe unterstützen (5).

Traditionell, in der früheren alternativen Heilmedizin, wurde Silymarin verwendet, um Leber- und Gallenblasenstörungen zu behandeln, die Produktion von Muttermilch zu fördern und sogar die Leber vor Schlangenbissen, Alkohol und anderen Umweltgiften zu schützen (6, 7).

Studien haben außerdem Verbesserungen der Leberfunktion bei Menschen mit Lebererkrankungen gezeigt, was darauf hindeutet, dass Mariendistel dabei kann, Leberentzündungen und Leberschäden zu reduzieren (8).
Obwohl mehr Forschung notwendig ist, wird angenommen, dass Schäden, die durch freie Radikale an der Leber verursacht werden, von der Mariendistel reduziert werden können.

Es gibt also einige Hinweise darauf, dass die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Silymarin helfen können, Leberschäden und Entzündungen bei Menschen mit bestimmten Lebererkrankungen, wie auch alkoholischen Lebererkrankungen reduziert.

 Mariendistel und Artischocke

Wirkweisen von Artischocke


Ob im Ofen, in der Pfanne, kalt zubereitet oder als Dip, die Artischocke findet man in vielen Haushalten bereits am Esstisch. Obwohl sie oft als Gemüse betrachtet wird, ist die Artischocke ebenfalls eine Distelart. Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und wird seit Jahrhunderten wegen ihrer medizinischen Wirkungen verwendet. Zu den ihr zugeschriebenen und in klinischen Studien bestätigten gesundheitlichen Mehrwerten gehören antioxidative, choleretische, hepatoprotektive, gallenförderne und lipidsenkende Wirkungen (9).

Artischocken sind außerdem fettarm und reich an Ballaststoffen, Vitaminen wie Vitamin C, sowie Mineralien wie Kalium, Natrium und Phosphor (10). Obendrein gehören Artischocken zu den Gemüsesorten mit dem höchsten Gehalt an Antioxidantien. Vor allem der Artischockenblätterextrakt kann dabei helfen die Leber vor Schäden zu schützen und das Wachstum von neuem Gewebe fördern (11). Er unterstützt die Galle, die wiederum dabei hilft, schädliche Toxine aus der Leber zu entfernen (12, 13).

Studie wiesen auf, dass der Extrakt aktiver Wirkstoffe aus der Artischocke zu weniger Leberschäden, höheren Antioxidantienwerten und einer insgesamt verbesserten Leberfunktion führt (14, 15). Eine weitere Studie mit 100 Probanden, die an einer nicht-alkoholisch bedingten Fettlebererkrankung leiden, zeigte, dass der Verzehr von bis zu 600 mg Artischockenextrakt täglich über einen Zeitraum von zwei Monaten zu einer klinisch signifikanten Verbesserung der Leberfunktion führt (16).

Wissenschaftler vermuten, dass der Aktivstoff in der Artischocke - Cynarin und das ebenfalls aus Mariendistel bekannte Silymarin - für diese Vorteile verantwortlich sind (9, 13).  

Aktive Wirkstoffe aus Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn

Mehr Informationen

Die Kombination von Artischocke und Mariendistel untersützt eine gesunde Leber, wobei Artischocke dabei hilft der natürliche Entgiftungsprozess des Körpers zu unterstützen.

Die Leber ist ein Kraftwerk für wichtige Stoffwechselfunktionen und ist für die meisten der natürlichen Entgiftungsprozesse des Körpers verantwortlich. Sie ist in der Lage, Stoffwechselprodukte zu entgiften, Proteine zu synthetisieren, toxische Substanzen und Abfallprodukte abzubauen, zu verändern und auszuscheiden. Da der größte Teil dieses natürlichen Entgiftungsprozesses in der Leber stattfindet, ist die Unterstützung dieser eine der effektivsten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass der Körper sich regelmäßig auf natürliche Weise reinigen und entgiften kann. 

Das Hinzufügen von Mariendistel- und Artischockenextrakten zum Ernährungsregime ist daher ein einfacher Schritt, der einen spür- und messbaren Einfluss auf die Gesundheit der Leber haben kann.

 

 

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