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Zucker als Verursacher chronischer Entzündungen?

Von Wolfgang Dorfner


Entzündungen sind ein essentieller Teil körpereigener Heilungsprozesse. Während einer Entzündung oder Verletzung schüttet der Körper Stoffe aus, die ihn schützen und gleichzeitig schädliche Stoffe und Erreger bekämpfen. Sind die Erreger besiegt oder die Wunde geheilt wird diese Ausschüttung beendet und die Entzündung klingt ab. Von den meisten Entzündungen im Körper merken wir nichts direkt oder unmittelbar.

Entzündungen können dabei auch durch Kosmetik, Schadstoffen in der Luft und auch durch Lebensmittel verursacht werden - auch das ist normal und nicht per se bedenklich. Gefährlich wird es dann, wenn der Körper dauerhaft - also chronisch - mit kleinen Entzündungen gespickt ist.

Die Unterscheidung ist wichtig. So schreibt denn auch das Nationale Krebsinstitut der USA, dass chronische Entzündungen auf Dauer die DNA schädigen und so zum Ausbruch von Krebs führen können. Chronische Entzündungen im Körper gelten nach Ansicht vieler Experten daher - neben der insgesamt alternden Gesellschaft - als eine der Hauptursachen für die zunehmende Anzahl an Krebserkrankungen in Industrienationen. Nicht eine Entzündung allein löst Krebs aus. Aber anhaltend chronische Entzündungen, teils über Jahre oder Jahrzehnte hinweg, machen den Körper anfällig - nicht nur für Krebs, sondern eine Vielzahl weiterer degenerativer Erkrankungen.

Fakt ist: moderne, industrielle und hoch verarbeitete Lebensmittel stehen schon lange in Verdacht Entzündungen im Körper zu begünstigen. Ganz besonders Industriezucker bzw. Kristallzucker wird oft zum Sündenbock. Doch was steckt dahinter? Kann die aktuelle Studienlage diesen Verdacht untermauern? Ist Zucker ein Entzündungsauslöser? Oder ist die Kritik an Zucker übertrieben?


Die aktuelle Studienlage


Diverse Studien an Tieren konnten nachweisen, dass eine zuckerreiche Lebensweise das Risiko von Fettleibigkeit, Insulinresistenz, zunehmender Darmdurchlässigkeit und chronischen Entzündungen erhöht. Studien am Menschen konnten diesen Zusammenhang zwischen Zucker und Entzündungsmarkern bestätigen.

In einer Studie erkrankten Mäuse, die zuckerhaltige Nahrung erhielten, an Brustkrebs, der besonders schnell in andere Bereiche des Körpers metastasierte.

In einer Studie mit 29 gesunden menschlichen Probanden hat bereits eine Dose mit Zucker gesüßter Limonade zu einem Anstieg der Entzündungsmarker, Insulinresistenz und LDL Cholesterin geführt.

In einer anderen Studie mit bereits übergewichtigen Probanden führte der Verzehr von einer zusätzlichen Dose zuckerhaltiger Limonade pro Tag über sechs Monate hinweg zu einem Anstieg von Harnsäure. Harnsäure ist ein klassischer Trigger für Entzündungen im Körper. Probanden die statt der Limonade Wasser oder Milch zu sich nahmen wiesen hingegen keine erhöhte Harnsäure auf.

Eine andere Studie mit 35,000 Frauen konnte zeigen, dass jene, die besonders viel zuckerhaltige Lebensmittel verzehrten mit doppelter Wahrscheinlichkeit an Darmkrebs erkrankten, verglichen mit jenen, die am wenigsten Zucker zu sich nahmen.

Zuckerhaltige Getränke erhöhen demnach also die Entzündungswerte im Körper und das Risiko an Krebs zu erkranken. Aber nicht nur sie. Auch andere raffinierte Kohlenhydrate haben den gleichen Effekt: In einer Untersuchung erhöhten nur 50 Gramm Toastbrot die Blutzuckerwerte und den Entzündungsmarker Nf-kB.  

 

Fruchtzucker versus Kristallzucker


Eine interessante und wichtige Bemerkung an dieser Stelle ist, dass der Körper gänzlich anders auf natürlichen Zucker reagiert. Natürlicher Zucker ist nicht Traubenzucker oder eine andere vermeintlich natürliche Zuckeralternative, sondern Zucker in seinem natürlichen Rohstoff, der nicht raffiniert wurde, haltbar gemacht und nicht “zugesetzt” ist. Kristallzucker fällt dabei in die gleiche Kategorie wie zugesetzte Glukose, Fruktose, Sucrose oder Dextrose.

Zwischen natürlichem Zucker, beispielsweise in Obst, und Entzündungen konnte hingegen bisher keinerlei Zusammenhang festgestellt werden. Im Gegenteil: viele Früchte enthalten wertvolle Vitamine und Antioxidantien, die aktiv dabei helfen Entzündungen im Körper abzubauen.

 

Die Effekte von Zucker auf den Körper


Der Verzehr von viel Zucker und raffinierten Kohlenhydraten führt zu einer Vielzahl an Veränderungen im Körper, die erklären, warum Zucker einen solch ausgeprägten Effekt auf so viele klassische Entzündungsmarker hat.

Diese Erkenntnisse bedeuten aber nicht, dass sich chronische Entzündungen in allen Fällen durch den Verzicht auf Zucker und raffinierte Kohlenhydrate beheben lassen. Neben Zucker sind die nächst größten Verursacher von chronischen Entzündungen: Stress, die Einnahme bestimmter Medikamente und Rauchen.

 

Entzündungen aktiv reduzieren


Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten wie man die eigenen Entzündungsherde im Körper effektiv reduzieren kann. Die offensichtliche Botschaft ist hier natürlich zu allererst den eigenen Konsum von Zucker und zuckerartiger Kohlenhydrate zu reduzieren.

Auch Sport kann nachweislich dabei helfen Entzündungen zu reduzieren. Besonders effektiv sind dabei Yoga (auch der Stressreduktion wegen), Ausdauertraining wie Laufen und Flexibility Training mit Eigengewicht. Bodybuilding mit schweren Gewichten und wenigen Wiederholungen hingegen erhöht Entzündungsmarker sogar.

Die Folgen chronischer Entzündungen auf die Gesundheit sind auch ein Thema, dass uns von Anbeginn an stets begleitet hat. Wir glauben, dass die ganze Dramatik dieser “Entzündungsepidemie” unserer Generation erst nach und nach offensichtlich werden wird, wenn die Fälle degenerativer Erkrankungen weiter zunehmen - teils als Konsequenz einer Lebensführung über die vergangenen Jahrzehnte hinweg. Daher haben wir auch viele unserer Pulver mit dem klaren Ziel zusammengestellt Entzündungen zu bekämpfen und aktiv zu reduzieren. Allen voran die Grüne Mutter, die Rote Kraft und auch das Morning Fuel enthalten bewusst hochwertige, rohe Pflanzenstoffe, um Entzündungen zu reduzieren. Dazu gehören neben Algen und Gräsersaft auch Wurzeln wie Kurkuma, Yucca und Maca und an Antioxidantien reichen Beeren.

Rechtfertigen all diese Studien nun die Kritik an Zucker?
Es ist für die meisten sicher schwer Zucker und andere kurzkettige Kohlenhydrate gänzlich aufzugeben. Und dieser Beitrag soll auch kein Aufruf zur Revolution sein. Doch wir sollten uns dessen, was wir unserem Körper zuführen bewusster werden und uns auch klar darüber sein, welche Effekte jeder einzelne Schluck, jeder einzelne Bissen hat. So manche kleine Sünde kann man ausgleichen und so ist der Rat "ausgewogen zu leben" noch immer ein guter Leitfaden. 

 

Referenzen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21738749
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25905791
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25030783
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